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Pressemitteilung - World PT Day 2018

                  

 

 23. August 2018  

 

Pressemitteilung World PT Day        

 

 

Physiotherapie auch für die Psyche  

Zum internationalen Tag der Physiotherapie am 8. September betont der Schweizer Physiotherapie Verband physioswiss gemeinsam mit der Schweizer Arbeitsgruppe für Physiotherapie in der Psychosomatik und Psychiatrie die Bedeutung der Physiotherapie für die psychische Gesundheit.

Bewegung und körperliches Training haben einen schützenden Effekt vor der Entstehung von psychischen Erkrankungen. In einer vielbeachteten Studie, Jahr 2018 in der Zeitschrift The American Journal of Psychiatry publiziert, wurden Daten von 49 unabhängigen Studien und von knapp 270'000 Personen analysiert. Die Ergebnisse bestätigten den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit. Personen, die wöchentlich während mindestens 150 Minuten mit einer moderaten Intensität aktiv sind, können das Risiko einer zukünftigen Depression um bis zu 30 % reduzieren. Der schützende Effekt von körperlichem Training zeigte sich in allen Altersgruppen und unabhängig von der geografischen Herkunft der Personen. Physiotherapeuten unterstützen Patienten beim Training und helfen, Strategien für einen gesunden und aktiven Alltag zu finden.

In der Physiotherapie werden körperliche und psychische Probleme behandelt. Patienten mit psychischen Erkrankungen haben oft auch körperliche Beschwerden und umgekehrt. Menschen mit psychischen Erkrankungen führen häufig einen passiven Lebensstil und leiden vermehrt an Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und schlechten Fettwerten im Blut. Zudem haben auch viele Patienten mit somatischen Krankheiten psychische Probleme. Knapp jede dritte Person mit chronischen Rückenschmerzen leidet auch mindestens an einer psychischen Erkrankung. In der Physiotherapie wird eine Brücke geschlagen zwischen der somatischen und der psychischen Gesundheitsversorgung: Menschen erhalten Unterstützung für eine aktive und gesunde Lebensgestaltung. Durch die Unterstützung von spezialisierten Physiotherapeuten kann die Wirkung von Behandlungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden.

Physiotherapeuten, die im Bereich der Psychosomatik und Psychiatrie tätig sind, arbeiten in einem interdisziplinären Team u. a. mit Hausärzten, Psychiatern und Psychologen, Rheumatologen und Orthopäden. Bei komplexen Problemen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtig. Die Patienten können sich aber auch direkt bei ihrer Physiotherapeutin oder ihrem Physiotherapeuten melden. Das Potenzial der Physiotherapie soll im Bereich der Psychiatrie verstärkt genutzt werden. 

 

Emanuel Brunner (PT PhD), Vorstand SAG PPP und IOPTMH

Cristina Staub (PT PhD), Vorstand SAG PPP